Daily Archives: 6. July 2017

Nützlingseinsatz gegen Schädlinge

Der biologische Pflanzenschutz beruht auf dem Prinzip „fressen und gefressen werden“. Gegen Schädlinge wie Läuse, Spinnmilben usw. werden natürliche Feinde eingesetzt, die sich von den Schädlingen ernähren.

Die kleinen Tierchen müssen vorbeugend eingesetzt werden, damit sie beim ersten Schädlingsbefall, noch bevor es der Gärtner sieht, schon aktiv werden können.Schon seit über 30 Jahren werden auf der Insel Reichenau in den Gewächshäusern Nützlinge zur Bekämpfung von Schädlingen eingesetzt.
Es werden, je nach Pflanze, 5-8 verschiedene Nützlinge gegen ganz unterschiedliche Schädlinge eingesetzt.
Alle Nützlinge sind vollkommen ungefährlich für Menschen und Haustiere.

Gallmücken an Aphis gossypii 1Die Blatt-Unterseite eines Gurkenblattes.
Die Gallmücke ist ein Nützling, der gegen Läuse eingesetzt wird. Die roten Würmchen sind Larven der Gallmücke. Sie beißen die grünen Läuse (oben auf dem Bild) ins Knie und saugen sie aus. Eine Larve kann bis zu 80 Läuse aussaugen.

Amblyseius swirskii Tüte

Gegen Spinnmilben und Thripse werden Raubmilben eingesetzt. Sie sind ca. 0,3-0,5 mm groß. An jede 2. Pflanze wird ein Tütchen aufgehängt. In jeder Tüte findet man über 100 Raubmilben. Durch ein kleines Loch kriechen sie nach und nach heraus und suchen die Spinnmilben um sie zu fressen.
Eine Raubmilbe lebt ca. 14 Tage und frisst in dieser Zeit max. 5 Schädlinge pro Tag. Sie legt in dieser Zeit etwa 40 Eier. Vom Schlüpfen aus dem Ei bis zum Erwachsenen Tier vergehen nur 4 Tage.

Rezept des Monats Juli

Bratkartoffelcurry mit Brokkoli


Salz
750 g Brokkoli
4 Knoblauchzehen
1 Stück frischen Ingwer (ca. 5 cm)
1 Bd. Frühlingszwiebeln
350 g Tomaten
1 Bd. Thai-Basilikum
750 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
3 EL Sonnenblumenöl
2-3 EL Currypaste (Asienladen oder selbst gemacht (siehe Tipp))
Pfeffer
4 EL griechischer Joghurt (10% Fett)


Zubereitung:
1. Reichlich Salzwasser in einem großen Topf aufkochen. Den Brokkoli waschen und in mundgerechte Röschen teilen, den Stiel schälen und in Scheiben schneiden. Beides im Salzwasser ca. 2 Min. blanchieren, in ein Sieb abgießen, kalt abschrecken und abtropfen lassen.
2. Knoblauch und Ingwer schälen und beides in feine Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in Ringe schneiden. Die Tomaten waschen und in Würfel schneiden, dabei die Stielansätze entfernen. Das Thai-Basilikum waschen und trocken schütteln, die Blätter zerzupfen. Die Kartoffeln schälen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden.
3. Das Öl in einer großen beschichteten Pfanne oder im Wok erhitzen, die Kartoffelwürfel darin zugedeckt bei mittlerer Hitze in ca. 15 Min. goldbraun braten. Dabei den Deckel so auflegen, dass noch ein wenig Dampf entweichen kann. Die Kartoffeln immer wieder schwenken oder umrühren. Die Currypaste, Knoblauch, Ingwer, Frühlingszwiebeln, Tomaten und Brokkoli dazugeben und unter Rühren da. 5 Min. mitgaren. Das Curry mit Salz und Pfeffer würzen, mit Thai-Basilikum bestreuen, anrichten und jeweils mit 1 EL Joghurt servieren.

Tipp Currypaste
Stellen Sie die Currypaste selbst her – ohne Glutamat und Co., die in den meisten gekauften Pasten versteckt sind: Dafür 2-4 rote Chilischoten und 5 milde rote Peperoni längs aufschneiden, entkernen und waschen. 3 Knoblauchzehen und 2 Schalotten schälen und fein würfeln. Je 4 Koriander- und Minzestängel waschen und trocken schütteln, die Blätter hacken. 1 EL getrocknete Pilze (z.B. Steinpilze), 2 EL Korianderkörner und 1 EL Dill- oder Fenchelsamen in einer Pfanne rösten, bis sie duften. Vom Herd nehmen, die vorbereiteten Zutaten untermischen und 2 Min. ziehen lassen. Im Blitzhacker mit 1 TL Salz, 1 EL Zucker und 1 EL Öl cremig pürieren und in ein Glas füllen. Die Currypaste ist im Kühlschrank 2 Wochen haltbar.

Aus dem Kochbuch „Bauernmarkt & Biokiste“ vom Verlag Gräfe und Unzer

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